Welches ist das beste und hochwertigste Olivenöl?
Eine meiner Lieblingsfragen, muss ich sagen! Über die Qualität von Olivenöl gibt’s eine Menge zu sagen, aber vorweg: Es gibt kein einzelnes „bestes Olivenöl der Welt“. Es gibt viele hervorragende Öle aus sehr unterschiedlichen Traditionen und Regionen.
Was es aber gibt, sind klare Kriterien. Und daran lässt sich Qualität ganz objektiv messen.
- Niedriger Säuregehalt: Unter 0,3 % ist sehr gut und unter 0,2 % ist Spitzenklasse. Unsere Grüne Edition liegt bei 0,13 %. Das klingt nach einer kleinen Zahl, aber glaub mir: Das ist alles andere als selbstverständlich. Der Säuregehalt ist ein ganz klares Frischezeichen.
- Hoher Polyphenolgehalt: Werte über 400 mg/kg gelten als hochwertig, über 500 mg/kg als außergewöhnlich. Wie hoch der Wert ist, hängt von der Sorte, dem Erntezeitpunkt und der Verarbeitung ab. Das sind 3 Faktoren, auf die ein guter Erzeuger sehr viel Wert legt.
- Sensorische Fehlerfreiheit: Ein Öl, das ranzig, muffig oder stichig riecht, ist kein gutes Öl. Da ist es auch egal, was auf dem Etikett steht. So einfach ist das.
- Gefiltertes Öl: Kein Öl mit Schwebstoffen. Warum? Weil gefiltertes Öl stabiler ist, sich besser zum Kochen eignet und eine deutlich längere Haltbarkeit hat.
Regionen, die mich immer wieder überzeugen: Andalusien, die Toskana, Kreta und Istrien. Orientierung bei der Auswahl bieten auch Wettbewerbe wie der Mario Solinas Award des IOC oder der L’Orciolo d’Oro – die werden jährlich vergeben und sind ein verlässlicher Hinweis auf Qualität.
Mein persönlichstes Kriterium? Transparenz. Ein Erzeuger, der Erntejahr, Mühle, Sorte und Laborwerte offen kommuniziert, hat nichts zu verbergen. Für mich ist das das stärkste Qualitätssignal überhaupt.