Welches Olivenöl gilt als das hochwertigste?
Diese Frage beantworte ich gern ganz bewusst diplomatisch: Es gibt kein einzelnes „bestes Olivenöl der Welt“. Es gibt sehr viele hervorragende Öle aus sehr unterschiedlichen Traditionen.
Was es gibt, sind Kriterien. Und daran lässt sich Qualität objektiv messen:
- Niedriger Säuregehalt. Unter 0,3 % ist sehr gut, unter 0,2 % ist Spitzenklasse. Unsere Grüne Edition liegt bei 0,13 % — das ist nicht selbstverständlich.
- Hoher Polyphenolgehalt. Werte über 400 mg/kg gelten als hochwertig, über 500 mg/kg als außergewöhnlich. Das ist abhängig von Sorte, Erntezeitpunkt und Verarbeitung.
- Sensorische Fehlerfreiheit. Ein Öl das ranzig, muffig oder stichig riecht, ist kein gutes Öl — egal was auf dem Etikett steht.
- Filterung. Ich persönlich empfehle immer gefiltertes Olivenöl, denn es hat dann keine Schwebstoffe mehr, eignet sich besser zum Braten und ist länger haltbar.
Mein persönliches Kriterium: Transparenz. Ein Erzeuger der Erntejahr, Mühle, Sorte und Laborwerte offenlegt, hat nichts zu verbergen. Das ist für mich das verlässlichste Qualitätssignal überhaupt.