Fragen zu Olivenöl?
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Was steht auf dem Etikett – und was bedeutet es wirklich? Hier erfährst du, wie du echtes kaltgepresstes Olivenöl erkennst.
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Die EU kennt vier Güteklassen. Nativ extra ist die höchste – aber trotzdem nur der Einstieg in die Qualitätsfrage. Das Label garantiert das gesetzliche Minimum: keine Wärme über 27 °C, maximal 0,8 % freie Fettsäuren und sensorische Fehlerfreiheit. Ob die Oliven frisch, schonend geerntet und im Labor analysiert wurden, sagt das Label allein nicht.
Vollständige Checkliste: Gutes Olivenöl erkennen →Nativ extra ✓✓Rein mechanisch gewonnen✓Keine Wärme über 27 °C✓Max. 0,8 % freie Fettsäuren✓Sensorisch fehlerfreiOlivenöl / Tresteröl ✕✕Raffiniert oder chemisch behandelt✕Verschnitt verschiedener Öle✕Keine schützenden Polyphenole✕Kaum Eigengeschmack -
Nativ stammt aus dem Lateinischen (nativus = von Natur aus) und bedeutet naturbelassen. Das Öl wird ausschließlich durch mechanische Verfahren – Pressen oder Zentrifugieren – direkt aus der Frucht gewonnen. Chemische Lösungsmittel, Hitze über 27 °C oder industrielle Raffination sind streng verboten.
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Natives Olivenöl Extra ist reiner, fehlerfreier Fruchtsaft aus der ersten Pressung – mit allen natürlichen Pflanzenstoffen. Einfaches Olivenöl (ohne „nativ extra") ist ein industrielles Mischprodukt: Es besteht hauptsächlich aus raffiniertem, chemisch gereinigtem Öl, dem ein kleiner Anteil natives Öl nur für Geschmack beigemischt wird. Polyphenole sind dabei kaum noch vorhanden.
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Beide Verfahren sind EU-rechtlich definiert und dürfen die Temperatur von 27 °C zu keinem Zeitpunkt überschreiten. Der Unterschied liegt in der Technik: Kaltgepresst bezeichnet das traditionelle mechanische Pressverfahren. Kaltextrahiert beschreibt moderne Zwei-Phasen-Zentrifugen, die in der Großindustrie verbreitet sind. Mi Olivar setzt bewusst auf die traditionelle Kaltpressung, da sie das Aroma besonders schonend bewahrt.
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Ja, vollkommen identisch. Es sind lediglich die länderspezifischen Bezeichnungen für dieselbe höchste EU-Güteklasse:
- Natives Olivenöl Extra – Deutsch
- Extra Vergine (Olio extravergine di oliva) – Italienisch
- Extra Virgin Olive Oil (EVOO) – Englisch
- Aceite de Oliva Virgen Extra (AOVE) – Spanisch
Alle vier Bezeichnungen garantieren dieselben EU-Qualitätsstandards.
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Der Säuregehalt (korrekt: freie Fettsäuren, angegeben als % Ölsäure) ist ein direktes Maß für die Frische der Früchte bei der Verarbeitung. Beschädigte oder zu spät verarbeitete Oliven haben hohe freie Fettsäuren. Die EU schreibt einen Maximalwert von 0,8 % vor – die freiwillige Angabe auf dem Etikett ist ein Zeichen von Transparenz.
EU-Grenzwert nativ extra0,8 %Sehr gutes Öl0,5 %Spitzenklasse0,3 %Mi Olivar Blaue Ed.0,11 %Mi Olivar Grüne Ed.0,13 %Warum wird er nicht immer angegeben? Da die freiwillige Angabe nur zulässig ist, wenn gleichzeitig auch Peroxidzahl, UV-Absorption K270 und K232 auf dem Etikett stehen (EU-VO 29/2012 Art. 7), verzichten viele Hersteller schlicht auf alle Werte. Wer sie angibt, bekennt sich zu voller Transparenz.
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Erstaunlich wenig über die Qualität. Die Farbe hängt vor allem von der Olivensorte und dem Erntezeitpunkt ab: Intensiv grünes Öl entsteht durch hohen Chlorophyllgehalt bei früher Ernte unreifer Früchte. Goldgelbes Öl stammt aus reiferen Früchten – qualitativ oft gleichwertig. Professionelle Olivenöl-Verkoster nutzen deshalb blaue Gläser, damit die Farbe das sensorische Urteil nicht beeinflusst.
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Picual bezeichnet die weltweit am häufigsten angebaute Olivensorte, mit Ursprung in der andalusischen Provinz Jaén. Ihr Name leitet sich vom spanischen pico (Spitze) ab – die Olive ist am unteren Ende charakteristisch spitz. Öle aus Picual-Oliven gelten als besonders reich an natürlichen Phenolverbindungen und besitzen durch den hohen Ölsäuregehalt eine exzellente Oxidationsstabilität, was sie ideal für die Wärmeküche macht.
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Kräftig, charakterstark und vollmundig: Frisches Picual-Öl bringt eine ausgeprägte Bitterkeit und eine markante Schärfe im Rachen mit, die Kenner als Qualitätsmerkmal schätzen. Aromatisch erinnert es an frisch gemähtes Gras, Tomatenblatt, grüne Artischocke und Feigenholz. Weniger intensiv als ein Frühernte-Öl, aber mit einer langen, pfeffrigen Nachärme.
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Als Frühernte-Olivenöl bezeichnet man Öle aus Oliven, die zu Beginn der Saison (meist Oktober) geerntet werden, wenn die Früchte noch grün und unreif sind. Zu diesem Zeitpunkt ist der Polyphenolgehalt am höchsten, der Säuregehalt am niedrigsten – der Ölertrag pro Kilo Frucht aber auch am geringsten.
Wichtiger Hinweis Der Begriff „Frühernte" ist in der EU nicht gesetzlich geschützt. Jeder Hersteller kann ihn verwenden. Verlasse dich beim Kauf auf konkret ausgewiesene Ernte- und Laborwerte, nicht auf Marketingbegriffe allein.
Vom andalusischen Baum direkt in die Flasche. Warum Erntemethode, Zeitpunkt und eine schnelle Verarbeitung über Geschmack, Gesundheitswert und Tierschutz entscheiden.
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In Andalusien beginnt die Erntezeit Anfang Oktober und kann bis Februar andauern. Der Zeitpunkt hat massive Auswirkungen auf die Qualität:
Frühernte (Okt./Nov.)✓Maximaler Polyphenolgehalt✓Niedriger Säuregehalt✓Intensives, frisches Aroma–Geringerer Ölertrag/kg FruchtSpäternte (Jan./Feb.)✓Höherer Ölertrag pro Kilo✕Weniger Polyphenole✕Höherer Säuregehalt möglich✕Flacheres Aromaprofil -
Es gibt mehrere Ernteverfahren mit sehr unterschiedlichen Auswirkungen auf Qualität und Ökologie:
- Handlese: Größter Aufwand, schonendste Methode. Keine Druckstellen an den Früchten, keine Tierschäden, nur bei Tageslicht möglich.
- Pneumatische Kämme (Handrüttler): Erleichtern die Handlese, schonen die Frucht ebenfalls gut.
- Vollmechanische Ernter (Portale/Saugmaschinen): Günstigste Methode für industrielle Plantagen. Arbeiten oft nachts – mit gravierenden Folgen für Wildtiere.
Wichtiger Hinweis: Vogelschutz Laut einer im Fachmagazin Nature veröffentlichten Studie der Universität Aveiro sterben allein in Spanien jährlich geschätzte 2,6 Millionen Singvögel durch nächtliche Saugmaschinen. Die Zugvögel übernachten in den Olivenbäumen und werden durch Licht und Lärm der Maschinen verwirrt. Andalusien hat nächtliche Saugernter zwischenzeitlich eingeschränkt. Mi Olivar erntet ausschließlich per Hand und bei Tageslicht.Mehr erfahren: Wie Mi Olivar die biologische Vielfalt schützt → -
Bei hochwertigem Öl zählt jede Stunde zwischen Baum und Mühle. Der Prozess:
- Ernte: Handlese der Oliven, möglichst zum Optimum der Reife
- Transport: Sofortige Lieferung in die Mühle, idealerweise noch am Erntetag
- Reinigung: Waschen und Entfernen von Blättern und Stielen
- Mahlen: Die ganzen Oliven (mit Kern) werden zu einem Brei gemahlen
- Kaltpressung: Der Brei wird schonend mechanisch gepresst – Temperatur max. 27 °C
- Trennung: Öl wird vom Fruchtwasser (Vegetation Water) getrennt
- Filtration: Entfernung von Schwebstoffen für bessere Haltbarkeit
- Abfüllung: In lichtdichte Behälter unter Stickstoffatmosphäre
Bei Mi Olivar findet der gesamte Prozess – von der Handlese bis zur Kaltpressung – am selben Tag statt.
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Gefiltertes Öl hat Schwebstoffe und Restfeuchtigkeit aus dem Fruchtfleisch entfernt. Es ist dadurch deutlich haltbarer, hitzestabiler und für die Küche besser geeignet. Ungefiltertes (naturtrübes) Öl schmeckt frisch gepresst besonders intensiv, altert aber durch die enthaltene Restfeuchtigkeit sehr rasch. Es sollte immer innerhalb weniger Wochen nach Öffnung verbraucht werden und ist nicht zum Erhitzen geeignet.
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Das hängt stark von Sorte, Reife und Erntezeitpunkt ab:
- Vollreife Späternte: ca. 4–5 kg Oliven pro Liter Öl (hoher Ölgehalt der reifen Frucht)
- Standard-Frühernte: ca. 6–8 kg pro Liter
- Sehr frühe Grünernte (wie Mi Olivar): oft 8–10+ kg pro Liter
Der geringere Ertrag bei der Frühernte erklärt einen Teil des höheren Preises für echte Premium-Öle – er ist aber gleichzeitig ein direktes Zeichen für das Maximum an Qualität.
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Beim Premium-Öl addieren sich mehrere Kostenfaktoren:
- Handlese: Deutlich höhere Lohnkosten als Maschinenernte
- Frühernte: Geringerer Ölertrag pro kg Frucht (8–10 kg/Liter statt 4–5 kg/Liter)
- Sofortverarbeitung: Mühlen-Betrieb unmittelbar nach der Ernte
- Laboranalysen: Unabhängige Prüfung von Säuregehalt, Peroxidzahl, Polyphenolen und Pestiziden
- Lichtschutzverpackung: Dunkelglas oder lichtdichte Kanister
- Kleine Mengen: Kleinbäuerliche Betriebe ohne Skaleneffekte
Supermärkt-Olivenöl unter 5 €/Liter ist meist ein industrielles Mischprodukt aus raffinierten Ölen verschiedener Herkunftsländer – legal, aber weit entfernt von handwerklicher Qualität.
Wie verhält sich kaltgepresstes Olivenöl bei Hitze? Alles über Rauchpunkte, Braten, Backen, Teige und Rezepte.
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Das ist ein hartnäckiger, aber widerlegter Mythos. Eine viel zitierte Studie der University of the Basque Country (2017, veröffentlicht in Acta Scientiarum Polonorum Technologia Alimentaria) sowie eine umfangreiche australische Analyse zeigten: Gefiltertes Natives Olivenöl Extra bildete bei üblichen Kochtemperaturen deutlich weniger schädliche polare Verbindungen als Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Kokosfett. Der hohe Ölsäuregehalt (~73 %) und die natürlichen Antioxidantien schützen das Öl aktiv vor Oxidation.
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Der Rauchpunkt von gefiltertem Nativem Olivenöl Extra liegt zwischen 180 °C und ca. 207 °C – je nach Sorte, Säuregehalt und Filtrierungsgrad. Entscheidender als der Rauchpunkt ist aber die Oxidationsstabilität: Natives Olivenöl Extra ist laut Studien bei Standard-Temperaturen stabiler als viele Samenöle mit formal höherem Rauchpunkt.
Praxis-Faustformel Haushaltsübliche Brattemperaturen liegen selten über 160–170 °C. Du bist mit gefiltertem Nativem Olivenöl Extra im grünen Bereich – für Dünsten, Anbraten, Schmoren und normales Braten.Ausnahme: Ungefiltertes, naturtrübes Olivenöl enthält Schwebstoffe aus dem Fruchtfleisch. Diese verbrennen bereits bei ca. 130 °C bitter. Ungefiltertes Öl daher nie erhitzen.
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Für normale Brattemperaturen bis ca. 180 °C: Gefiltertes Natives Olivenöl Extra aus einer Sorte mit hohem Ölsäureanteil – ideal ist Picual, enthalten in unserer Grünen Edition. Für sehr scharfes Anbraten über 210 °C (z.B. Wok, frittieren) empfiehlt sich raffiniertes Olivenöl oder ein anderes Hochtemperaturöl, das dann ggf. mit einem Tropfen nativem Öl für Aroma ergänzt werden kann.
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Ja – mit einem kleinen Profi-Trick: Ein Steak wird anfangs sehr scharf angebraten, oft über 200 °C. Dafür eignet sich raffiniertes Fett (z.B. Butterschmalz oder raffiniertes Olivenöl) für die erste Phase. In den letzten 2 Minuten gibst du dann einen Schuss hochwertiges Natives Olivenöl Extra zusammen mit Rosmarin, Thymian und Knoblauch zum Schwenken dazu – das verleiht dem Fleisch sein mediterranes Aroma, ohne das wertvolle Öl zu überhitzen.
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Natives Öl enthält natürliche Lecithine und Phenolverbindungen. Werden diese bei hoher Hitze und leerer Pfanne polymerisiert, bildet sich ein klebriger Harzfilm, der die Mikroporen von Teflon- oder Keramikbeschichtungen dauerhaft verstopft und die Antihaft-Wirkung zerstört. Grundregel: Antihaft-Pfannen nie trocken vorheizen und nicht mit nativem Öl auf höchster Stufe benutzen.
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Olivenöl erfüllt im Pizzateig zwei zentrale Aufgaben: Es umschließt die Glutenstränge und reguliert dadurch die Wasseraufnahme der Stärke. Der Teig wird dadurch außergewöhnlich geschmeidig und dehnbar. Beim Backen im heißen Ofen sorgt das Fett für eine goldbraune, knusprige Kruste und hält den Teig innen saftig. Traditionelle neapolitanische Pizzaiolo schwören auf natives Öl mit mindestens 5 % Anteil am Mehlgewicht.
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Der minimalistische Klassiker der italienischen Cucina povera heißt Spaghetti aglio e olio (Knoblauch und Öl). Originalrezept für 2 Personen: 200 g Spaghetti al dente kochen, 4 Knoblauchzehen in dünne Scheiben schneiden, in reichlich Olivenöl golden dünsten (nicht bräunen!), optional mit getrockneten Chiliflocken, dann mit etwas Nudelwasser und der Pasta emulgieren. Kein Parmesan – das Öl ist der Star.
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Ja – und das Ergebnis ist oft saftiger als mit Butter. Faustregel: 100 g Butter → 75 g mildes Olivenöl (Verhältnis 4:3). Wichtig: Ein mildes, fruchtiges Öl wie unsere Arbequina (Blaue Edition) wählen – kräftige, pfeffrige Öle können im Gebäck vorschmecken. Da Pflanzenöle bei Raumtemperatur flüssig bleiben, nimmt Gebäck mit Olivenöl die Feuchtigkeit besser auf und bleibt mehrere Tage weich.
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Olivenöl versiegelt Lebensmittel luftdicht und konserviert hervorragend. Besonders gut geeignet:
- Schafskäse (Feta) oder Ziegenkäse – mit Rosmarin, Pfefferkörnern, Zitronenschale
- Getrocknete Tomaten – direkt aus dem Dörrautomat oder die Halbgetrockneten
- Antipasti-Gemüse: gegrillte Auberginen, Zucchini, Paprika, Artischocken
- Oliven – mit frischen Kräutern und Zitruszeste
- Chilis oder Peperoncini – für ein scharfes Aromatisieröl
Sicherheitshinweis Roher Knoblauch in Öl birgt ein Botulismus-Risiko (Clostridium botulinum gedeiht im sauerstofffreien, feuchten Milieu). Knoblauch daher vor dem Einlegen immer kurz blanchieren, trocknen und nicht länger als 2 Wochen im Kühlschrank lagern.
Olivenöl hat drei Feinde: Licht, Wärme und Sauerstoff. Wie du dein Öl optimal aufbewahrst und sicher erkennst, ob es noch gut ist.
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Die drei wichtigsten Grundregeln:
- Dunkel: UV-Licht zersetzt Polyphenole und lässt das Öl ranzig werden. Niemals auf der Fensterbank oder im Regal neben dem Herd.
- Kühl: Ideal sind 15–18 °C. Kühlschrank ist möglich (das Öl flockt aus, ist aber nach dem Erwärmen wieder normal – kein Qualitätsverlust).
- Luftdicht: Immer fest verschlossen halten. Nach dem Öffnen innerhalb von 4–6 Wochen verbrauchen.
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Ausschließlich lichtundurchlässige Behälter:
- Dunkelglasflasche (Grün- oder Braunglas) – beliebt, gut recycelbar
- Edelstahlkanister – optimal für größere Mengen
- Bag-in-Box – praktisch, hält das Öl nach dem Öffnen frischer (kein Sauerstoffkontakt)
Klarglas ist ungeeignet: UV-Strahlung dringt ungefiltert durch und zerstört Antioxidantien innerhalb weniger Wochen. Günstige Öle im Klarglas-Regalaufsteller sind daher oft schon im Laden vorgeschädigt.
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Ungeöffnet: Bei korrekter, dunkler Lagerung 18–24 Monate ab Ernte. Geöffnet: Innerhalb von 4–6 Wochen verbrauchen. Das gesetzliche Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) beginnt erst ab dem Abfülldatum und sagt nichts über das Erntejahr aus. Wichtiger ist das Erntejahr (Erntedatum) auf dem Etikett – es zeigt dir direkt die tatsächliche Frische. Ein Öl mit Erntejahr 2022 ist auch mit MHD 2025 längst überlagert.
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Nein, dieser Test ist kein verlässlicher Qualitätsnachweis. Das Ausflocken bei Kälte (unterhalb ca. 7–10 °C) ist ein rein physikalischer Prozess der Fettsäurekristallisation. Alle Öle mit einem hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren flocken aus – auch günstige oder alte Öle. Bringt man das Öl wieder auf Raumtemperatur, ist es völlig normal. Der einzig sichere Test: Riechen und schmecken. Frisches Öl riecht grasig, fruchtig, leicht bitter und scharf. Verdorbenes riecht ranzig, muffig oder wie alte Knete.
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Die Sensorik ist eindeutig: Verdorbenes Öl riecht ranzig (wie altes Nussöl), muffig, nach feuchtem Karton, alter Knetmasse oder sogar nach Nagellackentferner. Es schmeckt schal, flach und fettig – ohne jede Frische, Bitterkeit oder Schärfe im Abgang. Das typische grasig-pfeffrige Aroma frischen Öls fehlt vollständig. Im Zweifel: Wegschütten.
Was steckt wirklich im Olivenöl – und was sagt die Wissenschaft dazu? Polyphenole, Fettsäuren, EU Health Claims und Vergleiche mit anderen Ölen.
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Polyphenole sind die charakteristischen sekundären Pflanzenstoffe des Olivenöls – darunter Hydroxytyrosol, Tyrosol, Oleuropein-Aglykone und Oleocanthal. Der Standardtest zur EU-Qualitätsklassifizierung prüft nicht den Polyphenolgehalt. Dieser muss separat und aufwendiger analysiert werden (z.B. mittels HPLC-Methode). Transparente Hersteller lassen diese Analyse bei unabhängigen Laboren durchführen und veröffentlichen die Werte.
EU-Schwelle für Health Claim ≥ 250 mg/kgMi Olivar Blaue Edition 433 mg/kgMi Olivar Grüne Edition 526 mg/kg -
Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die als Antioxidantien reaktive Sauerstoffspezies (freie Radikale) neutralisieren können. Für Olivenöl hat die EU auf Basis des EFSA-Gutachtens einen offiziell zugelassenen Health Claim erteilt:
EU Health Claim gemäß Verordnung (EU) 432/2012Offiziell zugelassene Aussage (EFSA / EU-VO 432/2012) „Olivenöl-Polyphenole tragen zum Schutz der Blutfette vor oxidativem Stress bei." — Diese Aussage darf nur für Öle verwendet werden, die mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und seine Derivate pro 20 g Öl enthalten, bei einem täglichen Verzehr von 20 g Öl.Rechtlicher Hinweis Dieser Health Claim ist kein Ersatz für medizinischen Rat. Olivenöl ist ein Lebensmittel, kein Arzneimittel. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.Besonders beachtenswert ist das in frischem Öl enthaltene Oleocanthal: Es hemmt im Labor die Enzyme Cyclooxygenase-1 und -2 (COX-1/COX-2) – denselben Mechanismus wie Ibuprofen (Quelle: Beauchamp et al., Nature 2005). Wichtig: Die Konzentration in normalem Verzehr (20–50 ml/Tag) liegt weit unterhalb therapeutisch relevanter Mengen.
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Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für den Polyphenol-Health-Claim eine tägliche Referenzmenge von 20 g Öl (ca. 1,5–2 Esslöffel) festgelegt. Voraussetzung: Das Öl enthält mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und seine Derivate pro 20 g.
EU Health Claim gemäß Verordnung (EU) 432/2012Korrekte Formulierung des zugelassenen Health Claims „Olivenöl-Polyphenole tragen zum Schutz der Blutfette vor oxidativem Stress bei" — bei einem täglichen Verzehr von 20 g eines geeigneten Olivenöls.Rechtlicher Hinweis Der Polyphenol-Health-Claim gilt nicht für Olivenöle, die den Mindestwert von 5 mg Hydroxytyrosol und Derivaten pro 20 g nicht erreichen. Unsere Laborbefunde zeigen, dass beide Mi Olivar Editionen diesen Schwellenwert deutlich übersteigen. Dies ist kein medizinischer Rat; Olivenöl ist ein Lebensmittel. -
Nein. Reines Natives Olivenöl Extra enthält keine nennenswerten Transfette – die Gehalte liegen unterhalb der Nachweisgrenze von 0,05 %. Transfettsäuren entstehen erst bei industrieller Teilhärtung von Ölen (z.B. für Margarine) oder bei extremer thermischer Raffination. Beides findet bei der schonenden Kaltpressung nicht statt.
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Beide Öle haben ihre Stärken – es kommt auf den Anwendungsfall an:
Natives Olivenöl Extra✓Hunderte Polyphenole (Antioxidantien)✓EU-zugelassener Health Claim✓Natürlicher Fruchtsaft, unraffiniert✓Tiefes kulinarisches Aroma–Omega-6:3-Verhältnis ca. 9:1Raffiniertes Rapsöl✓Besseres Omega-6:3-Verhältnis (2:1)✓Hoher Rauchpunkt, günstig✕Industriell raffiniert, kaum Polyphenole✕Kein eigener GeschmackIn einer vergleichenden Studie (ACTA Scientiarum Polonorum 2017) bildete Rapsöl beim Erhitzen mehr als doppelt so viele polare Verbindungen wie Natives Olivenöl Extra. Für die allgemeine Küche und für Gerichte, bei denen das Aroma zählt, ist Olivenöl die sinnvollere Wahl.
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Nicht besser, sondern für bestimmte Anwendungen anders: Natives Avocadoöl hat ein ähnliches Fettsäureprofil und einen sehr hohen Rauchpunkt (bis ca. 250 °C bei raffinierter Variante). Es eignet sich damit für sehr scharfes Anbraten und Frittieren. Olivenöl hingegen hat die deutlich breitere wissenschaftliche Datenlage (u.a. PREDIMED-Studie) zur kardiovaskulären Gesundheit und kostet pro Liter deutlich weniger als natives Avocadoöl. Für die Alltagsküche ist Olivenöl das vielseitigere und besser belegte Öl.
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Olivenöl liefert Vitamin E und Lipide für sehr trockene Hautstellen – an Händen, Ellenbogen oder Fersen. Im Gesicht ist Vorsicht geboten: Olivenöl ist komedogen (kann Poren verstopfen) und daher bei fettiger Haut, Mischhaut oder Neigung zu Akne nicht empfehlenswert. Für die Körperpflege und besonders trockene Hautzonen ist es eine natürliche Alternative zu handelsüblichen Pflegeprodukten.
Hinweis Dies ist keine medizinische Empfehlung. Bei Hautproblemen oder Hauterkrankungen bitte eine Dermatologin oder einen Dermatologen zu Rate ziehen. -
MOSH (Mineralöl-gesättigte Kohlenwasserstoffe) und MOAH (Mineralöl-aromatische Kohlenwasserstoffe) gelangen hauptsächlich über Schmiermittel in Erntemaschinen, Verpackungsmaterialien oder lange Transportketten in Olivenöl. Die Kontaminationsrisiken:
- Nächtliche Saugmaschinen mit schwerem Schmierstoffeinsatz
- Wiederverwendete oder recycelte Kartonverpackungen (bei Bulk-Transport)
- Undichte Schläuche und Leitungen in Großmühlen
Die Handlese und kurze, direkte Lieferkette wie bei Mi Olivar minimieren diese Risiken erheblich. Unsere Chargenlabors zeigen keine nachweisbaren MOSH/MOAH-Belastungen.
Unsere Einordnung zum Öko-Test und zur Lebensmittelsicherheit →
Was Mi Olivar von anderen Olivenölen unterscheidet – Transparenz in Zahlen, Handwerk aus Überzeugung, Tierschutz gelebt.
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Wir lassen jede Charge durch ein akkreditiertes, unabhängiges Labor analysieren und veröffentlichen die Werte vollständig:
Säuregehalt (freie Fettsäuren)0,11–0,13 %Peroxidzahl4,9–6,7Polyphenole (Gesamt)433–526 mg/kgPestizidenicht nachweisbarWarum? Weil „Nativ Extra" auf dem Etikett noch keine Auskunft über Polyphenolgehalt, Frische oder Anbauweise gibt. Wir möchten, dass du informierte Entscheidungen treffen kannst.
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Unser Hain in Andalusien – Herkunft, Sorten und Anbau →Blaue Edition✓100 % Arbequina-Olive✓Feinfruchtig, mild, samtig✓Ideal: Salate, Pesto, Backen, Saucen✓433 mg/kg PolyphenoleGrüne Edition✓Picual & Lechín de Granada✓Kräftig, pfeffrig, hitzestabil✓Ideal: Braten, Dünsten, kräftige Gerichte✓526 mg/kg Polyphenole
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Zugvögel aus Nord- und Mitteleuropa überwintern in den Olivenhainen des Mittelmeerraums und schlafen nachts in den Bäumen. Industrielle Saugmaschinen, die oft des Nachts für besseres Aroma bei niedrigen Temperaturen eingesetzt werden, töten die durch Licht und Lärm verwirrten Tiere. Laut einer in Nature (2019, da Silva & Mata, Universität Aveiro) publizierten Studie sterben allein in Spanien jährlich geschätzte 2,6 Millionen Singvögel durch diese Methode.
Mi Olivar ist ausgewählt als Hain mit Mischbestand, der Großmaschinen strukturell ausschließt. Wir ernten ausschließlich per Hand und bei Tageslicht – für 100 % tierkonformes, echtes Vegan-Olivenöl.
Vogelmord ausgeschlossen – Wie Mi Olivar die Artenvielfalt schützt → -
Hochwertiges Natives Olivenöl Extra ist für Hunde grundsätzlich gut verträglich und kann in kleinen Mengen als Futterergänzung eingesetzt werden. Es enthält wertvolle einfach ungesättigte Fettsäuren, die Fell und Haut unterstützen können. Faustregel: Für kleine Hunde (bis 10 kg) ½ Teelöffel täglich, für größere Hunde 1 Teelöffel. Bei Bestandserkrankungen oder bestehendem Übergewicht immer zuerst mit dem Tierarzt sprechen.
Hinweis Dies ist keine tierärztliche Empfehlung. Für individuelle Dosierungsfragen deines Tieres bitte eine Tierärztin oder einen Tierarzt konsultieren.Olivenöl für Hunde – Wirkung, Dosierung und Rezepte →